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Beobachtungen

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Infografik: Astrohighlights im Herbst 2026

1. September 2026, Marcus Schenk

Astrohighlights Graphic

Die Nächte werden länger und am Himmel begegnen sich Mond, Planeten und Sternhaufen. Die neue Infografik zeigt dir die schönsten Himmelsereignisse im Herbst 2026.

Saturn, Neptun und Uranus sind besonders gut zu beobachten. Mars zieht durch den Sternhaufen Praesepe und begegnet später Jupiter. Außerdem ist diesmal eine seltene Venus-Bedeckung am Taghimmel dabei.

In dieser Infografik findest du eine schnelle Übersicht. Mehr über die einzelnen Ereignisse im begleitenden Text.

Viel Freude bei der Beobachtung!

P.S. Du kannst diese Grafik gerne auf deiner eigenen Webseite verwenden. Bitte verlinke dabei auf www.astroshop.de.


September

08./09.09.2026 Mond trifft Jupiter und Praesepe

In den frühen Morgenstunden des 8. September zieht die schmale Mondsichel durch den offenen Sternhaufen Praesepe, auch Krippe oder M44 genannt. Der Sternhaufen ist mit einem Fernglas besonders schön zu sehen. Am nächsten Morgen steht die Sichel unterhalb von Jupiter. Damit entstehen zwei besonders schöne Konstellation tief über dem östlichen Horizont. Ein freier Blick nach Osten ist wichtig.

14.09.2026 Mond bedeckt Venus

Das ist eines der spannendsten Ereignisse des Herbstes: Am Taghimmel schiebt sich die schmale Mondsichel vor die Venus. Je nach Beobachtungsort verschwindet der Planet zwischen etwa 11:29 und 11:35 Uhr hinter dem Mond und taucht gegen 12:40 Uhr wieder auf.

Da das Himmelsereignis am Tag stattfindet und der Mond nur tief über dem Horizont steht, brauchst du ein Teleskop und freie Sicht. Wichtig: Die Sonne steht ebenfalls am Himmel (klar, es ist Tag). Suche Mond und Venus niemals ohne genauen Plan auf. Am besten beobachtest du mit einer automatisch ausgerichteten Montierung und stellst sicher, dass es nicht versehentlich in Richtung Sonne zeigt.

Nach Sonnenuntergang zeigt sich das Paar noch einmal am Abendhimmel. Die schmale Mondsichel und die helle Venus stehen dann tief im Westen. Auch hier brauchst du einen freien Horizont.

21.09.2026 Goldener Henkel

Heute erscheint der Goldene Henkel auf dem Mond. Die Sonne beleuchtet bereits die Gipfel der Montes Jura, während die Ebene der Regenbogenbucht noch im Schatten liegt. Dadurch entsteht am Mondrand ein heller, gebogener Griff.

Das Lichtspiel beginnt am frühen Abend und bleibt mehrere Stunden sichtbar. Besonders gut zeigt sich der Goldene Henkel gegen 20:00 Uhr. Schon ein Fernglas reicht aus, mit einem Teleskop wirkt der schwebende Gebirgsbogen noch eindrucksvoller.

23.09.2026 Herbstanfang

An diesem Tag überquert die Sonne den Himmelsäquator in Richtung Süden. Damit beginnt für uns auf der Nordhalbkugel der astronomische Herbst: Tag und Nacht sind nun ungefähr gleich lang. In den kommenden Wochen wird es immer früher dunkel. Für uns Sterngucker beginnt damit eine besonders angenehme Beobachtungszeit und wir können auch mal während der Woche in die Sterne schauen, ohne am nächsten Tag mit müden Augen zu kämpfen.

26.09.2026 Neptun in Opposition

Neptun steht heute der Sonne gegenüber und ist die ganze Nacht sichtbar. Der ferne Planet hält sich im Sternbild Fische auf und erreicht eine Helligkeit von etwa 7,8 mag. Für das bloße Auge bleibt er damit unsichtbar.

Schon mit einem kleineren Teleskop kannst du Neptun als sternähnlichen Lichtpunkt entdecken. Ab etwa 100mm Öffnung und bei ruhiger Luft lässt er sich als winziges bläuliches Scheibchen erkennen. Eine genaue Aufsuchkarte oder eine GoTo-Steuerung erleichtert die Suche.

 

Oktober

04.10.2026 Saturn in Opposition

Jetzt kannst du Saturn besonders gut beobachten. Er steht der Sonne gegenüber, geht am Abend auf und bleibt die ganze Nacht sichtbar. Nach Mitternacht erreicht er seine höchste Position über dem Horizont.

Im Teleskop zeigt sich Saturn mit einem rund 19,7 Bogensekunden großen Planetenscheibchen. Auch seine Ringe sind mit 9 Grad wieder etwas weiter geöffnet als im Vorjahr. Schon ein kleines Teleskop trennt den Ring deutlich vom Planeten. Mit mehr Öffnung werden feine Details und einige seiner Monde sichtbar.

05.10.2026 Mond trifft Mars

Fast die gesamte zweite Nachthälfte steht der Mond nur etwas mehr als ein Grad vom Mars entfernt. Beide halten sich in der Nähe des Sternhaufens Praesepe auf. Mit einem Fernglas kannst du den rötlichen Planeten, die Mondsichel und mehrere Sterne des Haufens gemeinsam beobachten.

06.10.2026 Mond trifft Jupiter

Schon am nächsten Morgen begegnet der Mond dem Jupiter. Die beiden stehen sehr dicht beieinander. Im Laufe des Tages – etwas, das wir nicht verfolgen können – schrumpft ihr Abstand zeitweise auf etwa 15 Bogenminuten.

Du kannst Mond und Jupiter über dem östlichen Horizont entdecken. Die schmale Sichel und der helle Planet zeigen ein schönes Motiv für ein Foto mit Landschaft.

08.10.2026 Draconiden

Die Draconiden stammen aus dem Sternbild Drache. Der Punkt, wo sie scheinbar herkommen, steht am Abend bereits hoch am Himmel. Deshalb kannst du schon nach Einbruch der Dunkelheit mit der Beobachtung beginnen.

Wie viele Meteore erscheinen, lässt sich bei diesem Strom nur schwer vorhersagen. In manchen Jahren bleibt er unauffällig, in anderen kommt es überraschend zu erhöhten Fallraten. Die Bedingungen sind 2026 besonders gut: Der Mond ist nur zu etwa einem Prozent beleuchtet und stört die Beobachtung kaum.

11./12.10.2026 Mars im Sternhaufen Praesepe

Für Nachteulen oder Frühaufsteher ist das ein würdiges Himmelsereignis: Der Mars wandert während der zweiten Nachthälfte mitten durch den offenen Sternhaufen Praesepe im Sternbild Krebs. Der rote Planet hebt sich deutlich von den vielen schwächeren Sternen des Haufens ab.

Am besten beobachtest du die Begegnung mit einem Fernglas. Auch für die Astrofotografie ist sie sehr interessant: Da Mars sich inmitten des Sternhaufens aufhält, ist das ein seltenes Foto wert.

22.10.2026 Orioniden

Die Orioniden erreichen in der Nacht vom 21. auf den 22. Oktober ihr Maximum. Die Meteore stammen von Staubteilchen des Halleyschen Kometen und treffen mit besonders hoher Geschwindigkeit auf die Erdatmosphäre. Unter guten Bedingungen sind etwa 20 Sternschnuppen pro Stunde möglich.

In der ersten Nachthälfte stört noch der helle Mond. Er geht gegen 3 Uhr unter. Danach wird der Himmel dunkler und die Bedingungen verbessern sich. Der beste Beobachtungszeitraum liegt deshalb zwischen etwa 3 Uhr und dem Beginn der Morgendämmerung.

 

November

02./03.11.2026 Mond trifft Mars und Jupiter

In der Nacht des 2. Novembers (zweite Nachthälfte) bilden Mond, Mars und Jupiter ein Trio. Jupiter fällt durch seine große Helligkeit auf, während Mars an seinem rötlichen Licht zu erkennen ist.

Am nächsten Morgen hat der Mond die beiden Planeten bereits überholt. Dadurch verändert sich die Anordnung deutlich. Es lohnt sich also, an beiden Tagen zum Himmel zu schauen.

12.–18.11.2026 Mars trifft Jupiter

Mehrere Tage lang kommen sich Mars und Jupiter am Morgenhimmel immer näher und wandern aneinander vorbei. Zwischen dem 15. und 17. November beträgt ihr Abstand nur etwa 1,2 Grad. Damit passen beide Planeten gemeinsam in das Gesichtsfeld vieler Teleskope und Ferngläser.

Helligkeit und Farbe machen das Paar besonders auffällig: Jupiter leuchtet deutlich heller, Mars setzt daneben einen orange-roten Akzent. Die Begegnung lässt sich über mehrere Nächte verfolgen.

17.11.2026 Leoniden

Die Leoniden erreichen in der Nacht vom 17. auf den 18. November ihr Maximum. Ihr Ausstrahlungspunkt liegt im Sternbild Löwe. Mit etwa 10-20 Meteoren pro Stunde fällt der Strom eher ruhig aus, manchmal gibt es aber Ausbrüche. Die Sternschnuppen sind dafür sehr schnell und hinterlassen manchmal helle Spuren.

Der Mond geht noch während der ersten Nachthälfte unter. In der zweiten Nachthälfte herrschen daher gute Bedingungen. Dann steht auch der Löwe höher über dem Horizont.

19.11.2026 Goldener Henkel

Zum zweiten Mal in diesem Herbst erscheint der Goldene Henkel auf dem Mond. Die Gipfel der Montes Jura leuchten bereits im Sonnenlicht, während die Regenbogenbucht noch im Dunkeln liegt. Für die Beobachtung genügt ein Fernglas. Im Teleskop ist die zerklüftete Gebirgslandschaft besonders gut zu erkennen.

21.11.2026 Merkur am Morgen sichtbar

Merkur erreicht seinen größten westlichen Abstand von der Sonne. Damit bietet sich die beste Morgensichtbarkeit des Jahres. Der Planet geht etwa eine Stunde und 45 Minuten vor der Sonne auf und zeigt sich tief über dem östlichen Horizont.

Beginne die Suche ungefähr eine 1,5 Stunden vor Sonnenaufgang. Ein Fernglas hilft dabei, Merkur in der Dämmerung zu entdecken. Sobald die Sonne aufgeht, solltest du die Beobachtung beenden.

25.11.2026 Uranus in Opposition

Uranus steht heute der Sonne gegenüber und ist die ganze Nacht sichtbar. Der Planet befindet sich im Sternbild Stier und erreicht eine Helligkeit von etwa 5,6 mag. Unter einem sehr dunklen Himmel liegt er damit theoretisch an der Grenze zur Sichtbarkeit mit bloßem Auge. Ein Fernglas macht die Suche deutlich einfacher.

Im Teleskop erscheint Uranus als kleines, grünlich-blaues Scheibchen. Da der Vollmond nur einen Tag zurückliegt, hellt sein Licht den Himmel stark auf. Einige Tage vor oder nach der Opposition sind die Beobachtungsbedingungen besser. Uranus bleibt auch dann noch fast die ganze Nacht sichtbar.

30.11.2026 Mond trifft Mars, Jupiter und Regulus

Zum Monatsende versammeln sich Mond, Mars und Jupiter am Morgenhimmel. Auch Regulus, der Hauptstern des Löwen, gehört zu diesem Wimmelbild aus Himmelsobjekten. Jupiter und der Mond sind die Auffälligsten. Mars steht etwas weiter entfernt und ist an seiner rötlichen Farbe zu erkennen. Ab der zweiten Nachthälfte findest du die Gruppe über dem östlichen Horizont.

 

 

Infografik: Astrohighlights im Herbst 2025

29. August 2025, Marcus Schenk

Die Nächte werden länger und die Luft ist oft klar: eine gute Zeit, um den Himmel zu beobachten. Im Herbst 2025 gibt es besondere Himmelsereignisse. Erleben Sie eine totale Mondfinsternis, seltene Treffen von Planeten oder eine Bedeckung der Plejaden.

Auf der aktuellen Infografik “Astrohighlights im Herbst 2025” haben wir die schönsten Himmelsereignisse übersichtlich zusammengestellt.

Gerne können Sie die Grafik auf Ihrer Webseite (mit Verlinkung zu www.astroshop.de) verwenden und auch Ihre Besucher über kommende spannende Ereignisse informieren.

 

 

1.9. Venus trifft den Sternhaufen M44

Am Morgen des 1. September lohnt sich ein Blick zum Osthimmel: Venus steht ganz nah beim offenen Sternhaufen M44, auch bekannt als Praesepe oder Bienenstock. Der Anblick ist schon mit bloßem Auge zu erkennen als schwacher Lichtfleck direkt neben der auffälligen Venus. Mit einem Fernglas kommen die Sterne des Haufens deutlich heraus.

7.9. Totale Mondfinsternis

Am Abend des 7. September erwartet Sie ein echtes Highlight: eine totale Mondfinsternis. Für Mitteleuropa ist das Timing besonders günstig, denn der Mond geht bereits verfinstert auf. Das bedeutet, Sie entdecken den Mond direkt am Osthorizont am Abend.

Zeiten für DE:

Die Finsternis beginnt schon vor Mondaufgang, der in Deutschland je nach Ort gegen 19:38 Uhr stattfindet. Zu diesem Zeitpunkt steht der Mond mitten in der Totalität und erscheint deutlich rötlich. Die maximale Verdunkelung erreicht er gegen 19:30 Uhr, die totale Phase endet um 20:53 Uhr.

Für einen ungestörten Blick sollten Sie sich einen Platz mit freier Sicht nach Osten suchen. Ein Fernglas zeigt die Mondfinsternis besonders schön, aber auch ein Teleskop mit einem Smartphone-Adapter ist eine tolle Ausrüstung, um schnell ein Foto festzuhalten.

8.9. Mond trifft Saturn

In der Nacht vom 8. auf den 9. September steht der fast volle Mond in der Nähe von Saturn. Beide Objekte sind am Himmel mit bloßem Auge leicht zu finden: der helle Mond als markanter Punkt, Saturn ein Stück daneben als „Stern“, der konstant leuchtet.

Besonders schön lässt sich dieses Duo im Fernglas beobachten. Sie erkennen den Planeten als kleines, gelbliches Scheibchen – seine Ringe erscheinen bei geringer Vergrößerung wie eine Verdickung. Für viele ist das ein guter Anlass, das Teleskop hervorzuholen und die Ringe deutlicher zu betrachten.

12.9. Mond bedeckt Plejaden

In dieser Nacht bedeckt unser Trabant das Siebengestirn, inklusive aller hellen Hauptsterne des Sternhaufens. Los geht es um etwa 22 Uhr: Der Mond nähert sich aus östlicher Richtung und bedeckt zunächst den Stern Electra. Danach schiebt er sich weiter – von seiner hellen Seite – vor die restlichen Begleitsterne. Das alles beobachten Sie am besten von einem freien Standort mit einer guten Horizontsicht. Neben der interessanten und durchaus seltenen Bedeckung ist es der erste Vorbote auf den Winterhimmel, denn offiziell gehören die Plejaden zum Sternbild Stier.

19.9. Venus trifft Regulus

Am Morgen des 19. September lohnt sich der Blick in die Morgendämmerung gleich doppelt. Die Venus ist noch immer Morgenstern und steht an diesem Tag ganz nah beim hellen Stern Regulus im Sternbild Löwe. In der Nähe befindet sich auch die zarte Mondsichel. Gemeinsam bilden sie ein wunderschönes Trio am Himmel.

Wenn Sie zu den Frühaufstehern gehören, dann ist das die Gelegenheit, mit der Kamera den Moment einzufangen.

21.9. Saturn in Opposition

Am 21. September steht Saturn in Opposition zur Sonne. Das bedeutet: Die Erde steht genau zwischen Sonne und Saturn, der Ringplanet ist die ganze Nacht über sichtbar und erreicht seine größte Helligkeit. Das Besondere an der Opposition 2025: Die Ringe sind fast genau von der Kante zu sehen, schwer sichtbar und nur etwa 2 Grad geöffnet. Schon in der Dämmerung taucht der Ringplanet über dem östlichen Horizont auf und folgt bis zur Morgendämmerung seinem scheinbaren Bogen am Himmel.

23.9. Neptun in Opposition

Am 23. September erreicht Neptun seine Opposition und steht somit günstig am Himmel. Dieser ferne Eisriese ist die ganze Nacht zu sehen und zeigt sich im Teleskop als kleines, bläuliches Scheibchen.

Neptun ist etwa 7,8 mag hell, daher sieht man ihn nicht ohne Hilfsmittel. Ein Fernglas zeigt ihn als schwachen Lichtpunkt, doch zur sicheren Erkennung braucht man ein Teleskop. Eine Sternkarte oder App hilft, ihn im Sternbild Wassermann zu finden.

2.10. Ceres in Opposition

Am 2. Oktober erreicht Zwergplanet Ceres seine Opposition zur Sonne. Er ist die ganze Nacht zu sehen und steht der Erde besonders nah. Ceres, mit 7,6 mag Leuchtkraft, ist leicht mit einem Fernglas oder einem kleinem Teleskop zu finden.

Ceres zieht als unscheinbarer Lichtpunkt durch das Sternbild Walfisch, doch mit dem bloßen Auge ist er nicht sichtbar. Ein einfaches Fernglas trennt ihn aber von den schwächeren Sternen in seiner Umgebung. Wer seine Bewegung von Nacht zu Nacht verfolgt, erkennt die typische Wanderung eines Planeten vor dem Hintergrund der Fixsterne.

5.10. Mond trifft Saturn

Am Abend des 5. Oktobers zieht der fast volle Mond am Ringplaneten Saturn vorbei. Beide stehen hoch am Himmel und sind mit dem bloßen Auge leicht zu finden. Im Teleskop zeigt sich Saturn als gelblich leuchtendes Scheibchen. Die schmale Kante des Rings präsentiert sich nur mit einer geringen Öffnung. Der helle Mond sorgt zwar für einen aufgehellten Himmel, doch für die Beobachtung von Saturn spielt das keine Rolle.

8.10. Draconiden

Die Draconiden sind ein eher unbekannter Sternschnuppen-Strom und erreichen jedes Jahr Anfang Oktober ihren Höhepunkt. Der Name verrät es bereits: Die Sternschnuppen scheinen aus dem Sternbild Drache zu kommen. Dieses Sternbild steht die ganze Nacht am Himmel. Die Anzahl der Sternschnuppen schwankt stark und sorgt immer wieder für Überraschungen. Normalerweise fallen etwa zehn Sternschnuppen pro Stunde, doch im Jahr 2012 waren es plötzlich 400. Was bedeutet das? Ein Blick zum Himmel lohnt sich immer, denn vielleicht wartet eine Überraschung. In diesem Jahr sorgt der Mond jedoch für einen helleren Himmel.

14.10. Mond trifft Jupiter

In der zweiten Nachthälfte vom 13. auf den 14. Oktober trifft der abnehmende Halbmond auf den Riesenplaneten Jupiter. Beide stehen im Sternbild Zwillinge und sind schon mit bloßem Auge auffällig. Sie sehen den Mond als hellen Halbkreis und Jupiter als strahlenden Lichtpunkt daneben.

19.10. Mond trifft Venus

Früh am Morgen des 19. Oktober steht die schmale Mondsichel nah bei der hellen Venus. Man sieht beide gut am östlichen Himmel. Zusammen geben sie ein schönes Fotomotiv ab.

22.10. Orioniden

Meteorströme sind ein schönes Ereignis für jeden begeisterten Sterngucker, die Orioniden machen da keine Ausnahme. Mit ihrem Höhepunkt vom 21. auf den 22. Oktober versprechen sie etwa 25 bis 30 Meteore pro Stunde. Die Anzahl der Sternschnuppen kann von Jahr zu Jahr allerdings variieren. Um den besten Blick zu erhaschen, stellen Sie den Wecker und blicken Sie in den frühen Morgenstunden nach draußen. Ein Muss für alle Sternschnuppenliebhaber.

2.11. Mond trifft Saturn

Am Abend des 2. November steht der Mond in der Nähe des Planeten Saturn. Schon in der Dämmerung leuchten beide am südöstlichen Horizont. Der Mond ist ein auffälliger Orientierungspunkt und Saturn etwas westlich davon.

November: Saturn in Kantenstellung

Im November 2025 steht der Ring des Planeten Saturn von der Erde aus gesehen noch in Kantenlage. Er erscheint dann so schmal, dass er kaum sichtbar ist. Das ist eine einmalige Gelegenheit, Saturn ohne sein Ringsystem zu beobachten, auch wenn der Anblick sehr ungewöhnlich ist. Außerdem finden im November zwei Titan-Transite statt. Am 6. November sowie am 22. November wandert der Mond Titan über den Gasriesen.

9.11. Mond trifft Jupiter

In der Nacht vom 9. auf den 10. November bewegt sich der Mond am Planeten Jupiter vorbei. Der Mond erscheint als großer Lichtpunkt und der Jupiter sieht aus wie ein sehr heller Stern.

Ein Fernglas oder Teleskop zeigt noch mehr Details. Auf dem Jupiter sieht man zwei dunkle Wolkenstreifen. Daneben stehen seine vier größten Monde als kleine Lichtpunkte gleichmäßig verteilt. Auch der Mond zeigt viele Krater, die vor allem an der Licht-/Schattengrenze sichtbar sind.

17.11. Leoniden Meteorstrom

In der Nacht vom 16. auf den 17. November erreichen die Leoniden ihr Maximum und bieten ein beeindruckendes Himmelsereignis mit bis zu 20 Meteoren pro Stunde. Dieses Himmelsereignis ist ein Muss für Meteorfans.

Die Leoniden verdanken ihren Namen dem Sternbild Löwe, aus dem sie zu stammen scheinen. Der Ursprung dieses Meteorstroms liegt im Kometen Tempel-Tuttle, dessen Partikel jährlich für die Sternschnuppenregen sorgen. Besonders bemerkenswert: Alle 33 Jahre verdichtet sich der Meteorstrom zu einem regelrechten Meteorenschauer, der weit mehr als 20 Meteore pro Stunde erzeugen kann – mitunter sogar bis zu mehrere hundert pro Stunde.

21.11. Uranus in Opposition

Uranus erreicht seine Opposition. Er leuchtet dann mit einer Helligkeit von 5,6 mag. Rein theoretisch können Sie Uranus mit bloßem Auge sehen. In der Praxis ist es aber besser, ein Fernglas oder Teleskop zu verwenden. So erkennen Sie ihn deutlich. Um Uranus zu finden, nutzen Sie am besten eine Sternenkarte. Im Teleskop sieht Uranus wie eine kleine, klare Scheibe aus. Er hat eine leicht grünliche Farbe.

25.11. Venus trifft Merkur

Am Morgen des 25. November stehen Venus und Merkur dicht beieinander am Südosthorizont. Beide Planeten zeigen sich kurz vor dem Sonnenaufgang. Die Venus strahlt viel heller und hilft so bei der Orientierung. Die Beobachtung ist nicht einfach, weil sie in der Morgendämmerung ganz dicht über dem Horizont stattfindet.

Infografik: Astrohighlights im Sommer 2025

28. Mai 2025, Marcus Schenk

Der Sommer 2025 bietet für Himmelsgucker jede Menge spannende Appetithappen, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Warum? Ganz einfach: Sternschnuppenströme, die Morgen- und Abendsichtbarkeit des Planeten Merkur oder sogar eine Bedeckung der Plejaden. Egal, ob mit bloßem Auge, Fernglas oder Teleskop: es gibt wieder viel zu entdecken. Hier sind die schönsten astronomischen Ereignisse im Juni, Juli und August.

 

Juni
1. Juni Mond trifft Mars
Am Abend des 1. Juni positioniert sich der Mond zwischen Mars und Regulus. Der Mond steht in seiner zunehmenden Phase, ist etwa sechs Tage alt und zeigt sich damit als Halbmond. Der rote Planet Mars leuchtet mit einer Helligkeit von 1,2 mag als markanter, rötlicher Lichtpunkt am Himmel. Die beiden Himmelskörper stehen rund 4 Grad voneinander entfernt. Eine schöne Konstellation, die auch mit bloßem Auge leicht zu erkennen ist. Ideal für alle, die wieder einmal „Hallo“ zum roten Planeten sagen möchten.

1.–2. Juni Venus in größter westlicher Elongation
In den ersten Junitagen erreicht die Venus ihre größte westliche Elongation. Das ist der Punkt, an dem sie am weitesten von der Sonne entfernt am Morgenhimmel steht. Sie strahlt dabei extrem hell mit -4,4 bis -4,5 mag und ist damit nach Mond und Sonne das hellste Himmelsobjekt. Aktuell geht sie gegen 3:30 Uhr (MESZ) in unseren Breiten auf und erscheint als klassische „Halbvenus“ zu 50 Prozent beleuchtet. Übrigens: Die Venus ist der Erde in ihrer Größe erstaunlich ähnlich, ihr Äquatordurchmesser liegt bei rund 12.000 Kilometern. Das Licht braucht etwa 5 Minuten, um von ihr zu uns zu gelangen.

6. Juni Mond trifft Spica
Heute hält sich der Mond nahe Spica auf, dem Hauptstern der Jungfrau. Spica ist ein heller Stern, der mit seiner bläulichen Farbe schön im Kontrast zum Mond steht. Diese Begegnung ist ein schönes Ziel für Ferngläser oder kleine Teleskope. Aber auch mit bloßem Auge lohnt sich ein Blick.

17. Juni Mars trifft Regulus
Mars und Regulus kommen sich am Abendhimmel näher. Der rote Mars und der bläuliche Hauptstern des Löwen bilden ein auffälliges Farbduo. Regulus, auch Alpha Leonis genannt, bedeutet „kleiner König“. Ein passender Name für diesen hellen Stern, der direkt an der Ekliptik liegt. Gerade weil er so nah an dieser Linie steht, kann er immer wieder vom Mond oder von Planeten bedeckt werden.

19. Juni Mond trifft Saturn und Neptun
In den frühen Morgenstunden nähert sich der Mond den Planeten Saturn und Neptun. Saturn geht allerdings erst um 1:36 Uhr (MESZ) auf. Sichtbar werden die drei also erst später am Nachthimmel. Besonders mit einem Fernglas oder kleinen Teleskopen ist diese Begegnung ein lohnendes Ziel. Tipp: Halten Sie Ausschau am östlichen Horizont!

21. Juni Sommersonnenwende
Heute ist der astronomische Sommeranfang! Die Sonne erreicht den höchsten Stand des Jahres, es ist der längste Tag und die kürzeste Nacht. Auf der Südhalbkugel ist es genau umgekehrt: Dort beginnt der Winter.

22. Juni Mond trifft Venus
Frühaufsteher dürfen sich freuen: Am Morgen des 22. Juni steht die hauchzarte, nur zu 15 Prozent beleuchtete Mondsichel dicht bei der hellen Venus am Himmel. Die Venus leuchtet mit -4,2 mag und überstrahlt alles andere am Morgenhimmel. Zusammen bilden Mond und Venus ein ästhetisches Duo – perfekt für ein Stimmungsfoto in der Dämmerung.

23. Juni Mond bedeckt die Plejaden
Ein seltenes Ereignis: Heute früh bedeckt der Mond gleich zwei Sterne der Plejaden – Merope und Alkyone. Gegen 3:55 Uhr (MESZ) verschwindet Merope hinter dem Mond, Alkyone folgt um 4:27 Uhr. Eine freie Sicht tief zum Nordosthorizont ist dabei unbedingt notwendig.
Schon ab 3:30 Uhr tauchen Mond und Plejaden über dem Horizont auf. Nach der Bedeckung erscheinen die Sterne wieder auf der Mondrückseite: Merope um 4:37 Uhr, Alkyone um 4:59 Uhr. Gegen Ende ist es bereits sehr hell, aber trotzdem ein tolles Schauspiel für Frühaufsteher.

27. Juni Maximum der Juni-Bootiden
Heute erreicht der Meteorstrom der Juni-Bootiden seinen Höhepunkt. Die Zahl der Meteore ist variabel und meist eher gering. Dennoch lohnt sich ein Blick. Vor allem, weil es Jahre mit überraschend vielen Sternschnuppen gab.

29. Juni Saturn trifft Neptun
In der zweiten Nachthälfte nähern sich Saturn und Neptun auf knapp ein Grad an. Diese enge Begegnung eignet sich hervorragend für ein Weitwinkelokular am Teleskop oder fürs Fernglas. Eine schöne Gelegenheit, die zwei Planeten gemeinsam ins Gesichtsfeld zu bekommen.

29. Juni Mond trifft Mars
Am Abend steht der Mond als zarte, zunehmende Sichel knapp unterhalb des Mars im Sternbild Löwe. Gegen 22 Uhr steht der Mond rund 17 Grad hoch. Jetzt ist es dunkel genug, um die beiden Himmelskörper gut zu beobachten.

Juli
5. Juli Der Goldene Henkel
Heute ist er zu sehen: der „Goldene Henkel“ auf dem Mond. Dieses Lichtphänomen erscheint, wenn die aufgehende Sonne die Bergspitzen des Juragebirges an der Grenze des Mare Imbrium beleuchtet, während das umliegende Tal noch dunkel bleibt. Der Mond ist zu etwa 83 Prozent beleuchtet. Ein Anblick, den man sich nicht entgehen lassen sollte.

16. Juli Mond trifft Saturn und Neptun
In der zweiten Nachthälfte nähert sich der Mond den Planeten Saturn und Neptun bis auf etwa 3,5 Grad. Ein lohnendes Trio für ein Großfernglas.

22. Juli Mond trifft Venus
Zwischen gestern und heute zog der Mond an der hellen Venus vorbei. Beide stehen im Sternbild Stier. Die feine Sichel mit den hellen Planeten direkt über dem Horizont ist eine schöne Gelegenheit für eine schnelle Beobachtung am Morgen oder ein hübsches Stimmungsfoto.

23. Juli Mond trifft Jupiter
Nur einen Tag später (im Vergleich zum Ereignis am 22. Juli) trifft der Mond auf den Riesenplaneten Jupiter, der sich derzeit im Sternbild Zwilling aufhält. Der Mond ist bereits 27,7 Tage alt und damit sehr schmal. Zur Freude aller Deep-Sky Beobachter wird er schon morgen zum Neumond.

25. Juli Pluto in Opposition
Pluto steht heute in Opposition. Der Zwergplanet erreicht eine Helligkeit von 14,4 mag. Das ist zu schwach fürs bloße Auge, aber mit größeren Teleskopen oder Smart-Teleskopen fotografisch erreichbar. Für die visuelle Beobachtung ist unbedingt eine Aufsuchkarte nötig.

30. Juli Maximum der Delta Aquariden
Halten Sie am 30. Juli Ausschau nach den Delta Aquariden. Diese Meteore erscheinen im Bereich des Sternbilds Wassermann und erreichen eine maximale Rate von 25 pro Stunde. Der Mond stört in diesem Jahr praktisch nicht, weil er schon früh untergeht, bevor die Nacht richtig erreicht ist. Am besten suchen Sie sich jetzt einen schönen Beobachtungsort aus und bereiten schon mal einen heißen Tee vor.

August
12. August Venus trifft Jupiter
Am Morgenhimmel stehen Venus und Jupiter heute extrem nah beieinander. Weniger als 1 Grad trennt die beiden hellen Planeten. Das ist wirklich selten! Die Venus strahlt mit -4 mag, Jupiter mit -1,9 mag. Ein großartiger Anblick, der Sie sicher schon mit bloßem Auge beeindruckt.

12. August: Perseiden-Meteorstrom
Die Perseiden, wie sie von Astronomen genannt werden, zischen an diesem Abend zahlreich über den Himmel und wir blicken mit Spannung nach oben. Denn vielleicht entdecken wir helle Exemplare, an denen wir uns besonders freuen können.
In den Medien wird meist ein bombastisches Feuerwerk von 100 Sternschnuppen pro Monat versprochen, ein Regen der Sternschnuppen. Das ist meist übertrieben. Doch auch ohne „Übertreibungen“ können die Perseiden für uns eine sinnliches und faszinierendes Erlebnis sein.
Leider stört in diesem Jahr der Mond mit hellem Licht, was die schwachen Exemplare der Sternschnuppen ausblendet. Aber was solls: Es sind genug helle Meteore unterwegs, die darauf warten, entdeckt zu werden.

19. August Merkur in größter westlicher Elongation
Der flinke Merkur steht heute in größter westlicher Elongation. Ab jetzt bietet sich eine gute Gelegenheit, ihn am Morgenhimmel zu erspähen. Der Planet leuchtet mit -0,2 mag und ist kurz vor Sonnenaufgang tief über dem Osthorizont zu sehen.

20. August Mond bei Venus und Jupiter
Ein ästhetisches Trio: Die superfeine Mondsichel (in drei Tagen ist Neumond) zieht heute an Venus und Jupiter vorbei. Ein tolles Motiv für alle Fotografen.

21. August Mond bei Venus und Merkur
Einen Tag später nähert sich der Mond Venus und Merkur. Alle drei stehen wie auf einer Perlenkette über dem Osthorizont. Tipp: Eine sehr freie Horizontsicht ist nötig, um auch den tief stehenden Merkur noch zu erwischen.

26. August Asteroid Hebe in Opposition
Der Asteroid Hebe steht heute in Opposition. Das bedeutet: Er ist der Sonne genau gegenüber und optimal sichtbar. Hebe gehört zu den helleren Asteroiden, mit Teleskop und Aufsuchkarte ein spannendes Ziel.

 

Infografik: Astrohighlights im Frühling 2025

5. März 2025, Marcus Schenk

Der Frühling ist da – und er bringt nicht nur blühende Bäume, sondern auch einen Himmel voller Highlights! Mit einem klaren Blick nach oben und etwas Planung können Sie diesen Frühling einige echte Hingucker erleben. Sogar am Tag. Denn wie wäre es wieder einmal mit einer partiellen Sonnenfinsternis? Was noch alles auf Sie wartet, erfahren Sie hier in unseren Astrohighlights für März, April und Mai.

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März 2025

1.3. Mond trifft Venus und Merkur

Bereits in der frühen Dämmerung können Sie ein zauberhaftes Schauspiel am Himmel beobachten: Die hauchzarte Mondsichel, die nur 4 % beleuchtet ist, trifft auf die strahlende Venus und den scheuen Merkur. Die Venus leuchtet mit einer Helligkeit von -4,7 mag und ist kaum zu übersehen. Merkur steht hingegen tief am Horizont und erfordert einen ungestörten Blick Richtung Westen. Diese Konstellation ist ein fantastischer Auftakt in den astronomischen Frühling.

9.3. Mond trifft Mars

Wenn Sie heute Abend in den Himmel schauen, können Sie den roten Planeten Mars und den Mond in enger Nachbarschaft beobachten. Mars leuchtet mit seiner typischen rötlichen Farbe und befindet sich aktuell im Sternbild Zwillinge. Schon mit einem einfachen Fernglas bietet diese Begegnung ein wunderschönes Bild. Zusätzlich ist Merkur, der gestern seine größte östliche Elongation erreicht hat, derzeit generell am Abend besonders gut zu sehen.

9.3. Goldener Henkel

Klingt poetisch? Ist es auch. Der Goldene Henkel ist ein eindrucksvolles Mondphänomen, das in der späteren Nacht des 9. März sichtbar ist. Es entsteht, wenn die aufgehende Sonne den Rand des Kraters Sinus Iridum beleuchtet, während die umliegenden Flächen noch im Schatten liegen. Dieses faszinierende Schauspiel zeigt, wie Licht und Schatten auf der Mondoberfläche eine entscheidende Rolle spielen.

14.3. Partielle Mondfinsternis

Am Morgen findet eine partielle Mondfinsternis statt, die jedoch nur in der Halbschattenphase von Mitteleuropa aus sichtbar ist. Der Eintritt in den Kernschatten beginnt um 6:09 MEZ: Zu einem Zeitpunkt, an dem der Mond bereits untergegangen ist. Klar, das ist eine Einschränkung. Trotzdem – für echte Enthusiasten könnte sich ein früher Blick lohnen!

20.3. Frühlingsanfang

Heute beginnt der astronomische Frühling. Tag und Nacht sind nahezu gleich lang.

20.3. Mond bedeckt π Sco

In den frühen Morgenstunden nähert sich der Mond dem Stern π Sco, der für kurze Zeit hinter der beleuchteten Mondseite verschwindet. Erst da und dann: zack, weg. Gleichzeitig ist der rötliche Antares in unmittelbarer Nähe sichtbar. Antares ist übrigens der Hauptstern des Skorpions, was er durch sein helles Strahlen auch allzu deutlich macht. Eine Sternbedeckung ist immer ein besonders spannendes Erlebnis. Probieren Sie es mal aus!

29.3. Partielle Sonnenfinsternis
Heute ist über Mitteleuropa eine Sonnenfinsternis sichtbar, allerdings mit einer recht geringen Bedeckung. Aber nehmen wir, was wir bekommen können! Je weiter nördlich Sie sich befinden, desto höher ist der Bedeckungsgrad. In London wird die Sonne zu 24 % bedeckt, in Hamburg sind es 20 %, während in München etwa 10 % erreicht werden. Die Zeiten der Finsternis sind wie folgt: Beginn 11:20 MEZ, Maximum 12:10 MEZ, Ende 13:00 MEZ. Denken Sie daran! Nur mit geeigneten Filtern oder speziellen Finsternisbrillen zu beobachten!

April 2025

1.4. Mond trifft Plejaden

Am Abend kommt es zu einer malerischen Begegnung zwischen dem Mond und dem offenen Sternhaufen der Plejaden, auch bekannt als „Siebengestirn“. Künstler würden sofort zum Keilrahmen greifen. Nur etwa ein Grad trennt die beiden Himmelsobjekte. Die Plejaden bestehen aus jungen, heißen Sternen und sind bereits mit bloßem Auge als kleine Ansammlung von Sternen erkennbar. Mit einem Fernglas oder Teleskop entfaltet sich ihre volle Pracht.

2.4. Mond trifft Jupiter

Heute Abend nähert sich der zunehmende Mond dem größten Planeten unseres Sonnensystems: Jupiter. Jupiter – der etwas breiter als hoch wirkt – ist ein faszinierendes Beobachtungsziel. Schon mit einem Fernglas lassen sich seine vier größten Monde – Io, Europa, Ganymed und Kallisto – als kleine Punkte erkennen. Mehr über die Beobachtung Jupiters mit dem Fernglas erfahren Sie im Buch „Mein Weg zu den Sternen für Dummies Junior“.

5.4. Mond trifft Mars

In der Abenddämmerung steht der Mond zusammen mit unserem freundlichen Nachbarn Mars hoch am Himmel. Beide befinden sich im Sternbild Zwillinge, das wir oberhalb des bekannten Sternbilds Orion finden. Mars leuchtet mit -1,5 mag und ist leicht an seiner rötlichen Färbung zu erkennen.

22.4. Lyriden-Meteorstrom

Haben Sie schon mal einen Meteorstrom beobachtet? Falls nicht, ist der 22. April Ihre Chance: Die Lyriden warten auf Sie. Der Meteorstrom der Lyriden erreicht heute sein Maximum. Ausgehend vom Sternbild Leier können rein theoretisch bis zu 20 Meteore pro Stunde beobachtet werden. Der Ursprung der Lyriden ist der Komet Thatcher, der übrigens nicht von einer Politikerin, sondern von einem amerikanischen Amateurastronomen im Jahr 1861 entdeckt wurde. Die Staubpartikel verglühen in der Erdatmosphäre und erzeugen die Sternschnuppen. In diesem Jahr sind die Beobachtungsbedingungen ideal, da der Mond nicht stört.

25.4. Venus in maximaler Helligkeit

Die Venus erreicht ihre maximale Helligkeit von -4,7 mag und gleicht einem Scheinwerfer am Himmel. Leider ist sie nur in der Morgendämmerung sichtbar. Sie geht um 4:35 MEZ auf und bleibt etwa 1,5 Stunden über dem Horizont, bevor die Sonne sie verdrängt. Außerdem: In der Morgendämmerung besucht die schmale Mondsichel die Venus und den schwach leuchtenden Saturn. Alle drei stehen sehr dicht über dem Horizont.

Mai 2025

1.5. Vesta in Opposition

Der Kleinplanet Vesta steht in Opposition zur Sonne und ist jetzt besonders gut zu sehen. Mit einer Helligkeit von 5,4 ist Vesta so hell, dass wir ihn mit dem bloßen Auge unter einem dunklen Himmel erkennen können. Doch natürlich sieht Vesta wie ein Stern aus und ist nur zu erkennen, wenn wir die Sterngegend ganz genau kennen. Eine Aufsuchkarte ist sehr hilfreich oder alternativ ein automatisches Teleskop, mit dem Sie das Objekt direkt anfahren können. Und „by the way“: Auch im Teleskop erkennen Sie keine Details, sondern nur eine Sternform. Aber immerhin wissen Sie bei der Beobachtung ja, worum es sich handelt.

3.5. Mond trifft M44 und Mars

Der Mond bewegt sich entlang der Bahn der Ekliptik, also der scheinbaren Bahn der Planeten. Dadurch kommt es immer wieder vor, dass er sich dem offenen Sternhaufen M44 nähert. Bei der Gelegenheit können wir beide Objekte zusammen im Fernglas bewundern. Auch Mars befindet sich ganz in der Nähe. M44 und Mars im gleichen Feld – zusammen drei schöne Beobachtungsobjekte.

9.5. Venus trifft Saturn

Am östlichen Horizont treffen sich Venus und Saturn in einem Abstand von etwa 7°. Ein zusätzliches Highlight: Der ferne Planet Neptun befindet sich zwischen den beiden. Eine seltene Gelegenheit, drei Planeten in einem Himmelsabschnitt zu bewundern.

24.5. Mond trifft Venus

In der Morgendämmerung zeigt sich ein beeindruckendes Schauspiel: Die hauchzarte Mondsichel, die nur zu 13 % beleuchtet ist, nähert sich der strahlend hellen Venus. Diese Konstellation ist ein wunderschöner Moment, der sowohl mit bloßem Auge als auch mit einem Fernglas eine Wucht ist.

28.5. Mond trifft Jupiter

Derzeit tummeln sich viele Planeten über dem Horizont. Auch unser größter Planet: der Jupiter. Doch wenn Sie an diesem Abend eine gute Horizontsicht einnehmen, dann werden Sie mit einer hauchzarten Mondsichel belohnt, die sich heute mit dem Gasgiganten trifft.

Wir wünschen Ihnen viele klare Nächte und schöne Momente unter den Sternen – viel Spaß beim Beobachten.

Astrohighlights im Winter 2022/2023

30. November 2022, Marcus Schenk

Mars in Opposition, zwei Planetenbedeckungen durch den Mond, die Geminiden und schöne Dreierkonstellationen zwischen Mond und Planeten. Diesen Winter gibt es zahlreiche Gründe, in die Sterne zu schauen. Machen Sie mit!

In der Himmelsgrafik Astrohighlights im Winter 2022/23 haben Sie für die nächsten drei Monate wichtige Himmelsereignisse im Blick. Wir wünschen viel Freude beim Beobachten.

Dezember

2.12. Mond trifft Jupiter

Wenn die Dunkelheit hereinbricht, können wir Mond und Jupiter am südöstlichen Horizont bewundern. Der Gasriese strahlt derzeit mit einer Helligkeit von -2,5 Magnituden.

5.12. Mond bedeckt Uranus

Der Mond und die Planeten laufen an einer gedachten Linie am Himmel entlang: der Ekliptik. Dies ist die scheinbare Ebene, auf der sich die Planeten um die Sonne bewegen. Hin und wieder kommt es vor, dass der Mond einen Planeten verdeckt. Nun ist es wieder so weit: Der Mond nähert sich von seiner unbeleuchteten Seite und wird Uranus ab 17:34 Uhr bedecken.

7.12. Mond trifft Plejaden

In den Morgenstunden des 7. Dezembers erreicht der fast volle Mond das Goldene Tor der Ekliptik, das von den berühmten Sternhaufen der Hyaden und der Plejaden flankiert wird.

8.12. Mond bedeckt Mars/Opposition

Der Mars steht heute in Opposition zur Sonne, daher leuchtet er besonders hell und ist hervorragend mit dem Teleskop zu sehen. Während der diesjährigen Opposition erreicht er einen Scheibchendurchmesser von 17 Bogensekunden und eine Höhe von 66 Grad über dem Horizont. Heute ist es sogar ein Doppelevent, denn in den frühen Morgenstunden des 8. Dezembers um 6 Uhr verdeckt unser Mond den Roten Planeten.

14.12. Geminiden

Wenn der Himmel am Abend klar ist, blicken Sie am besten in Richtung Süden. Denn die Sternschnuppen „Geminiden“ kommen scheinbar aus dem Sternbild der Zwillinge. Genauer gesagt: aus einem Punkt zwei Grad über dem Stern Pollux. Der Strom gehört mit 120 Meteoren pro Stunden zu den Sternschnuppen mit den höchsten Fallraten. In den frühen Abendstunden können Sie bis um 22 Uhr ungestört vom Mond beobachten, erst dann taucht unser Trabant über dem Horizont auf.

Mondphasen:

8.12. Vollmond, 16.12. Letztes Viertel, 23.12. Neumond, 30.12. Erstes Viertel

Januar

1.1. Mond trifft Uranus

Immer wieder kommt es auf der Bahn der Ekliptik zu Begegnungen oder Bedeckungen zwischen Mond und Planeten. Zum Neujahrsbeginn schrammt der Mond nur ein knappes halbes Grad am Planeten Uranus vorbei.

3.1. Mond trifft Mars

Heute strahlen zwei um die Wette: Es sind Mond und Mars. Beide tauchen zu Beginn der Dunkelheit am östlichen Himmel auf. Der Mond zieht unterhalb Richtung Osten an Mars vorbei.

3.1. Quadrantiden

Die nächsten Sternschnuppen sind auf dem Weg zu uns: die Quadrantiden. Der Meteorstrom stammt aus dem Sternbild Bootes. Die Sternschnuppen ziehen im Maximum mit einer Zahl von 120 pro Stunde über den Himmel. Erst in den Morgenstunden verschwindet der Mond aus unserem Blickfeld.

16.1. Pallas in Opposition

Der Asteroid Pallas ist mit 588 Kilometern Durchmesser der zweitgrößte im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Während seiner Opposition wird er so hell, dass wir ihn leicht mit einem kleinen Teleskop und theoretisch sogar mit einem Fernglas sehen können. Um ihn von einem Stern zu unterscheiden, sollten Sie während der Beobachtung eine Aufsuchkarte verwenden.

22.1. Saturn trifft Venus

Für dieses Event ist eine gute Sicht zum Horizont Voraussetzung. Während der Dämmerung leuchten die glänzend helle Venus und der deutlich schwächere, aber dennoch helle Saturn, über dem westlichen Horizont. Ab 17:30 Uhr haben wir etwa eine Stunde lang die Gelegenheit, das Himmelspaar zu verfolgen, bis beide im Dunst schwächer werden und verschwinden.

23.1. Mond trifft Venus und Saturn

Ein attraktives Ereignis für jeden Interessierten: Heute gesellt sich eine hauchzarte Mondsichel zu den beiden Planeten Venus und Saturn. Zusammen sind sie ein Dreamteam für ein wundervolles Foto in der Abenddämmerung.

30.1. Mond trifft Mars

Am heutigen Abend besucht der Mond den Roten Planeten. Im Laufe der Nacht rückt unser Trabant näher, bis die beiden in den Morgenstunden in etwa einem Grad Distanz stehen.

Mondphasen:

7.1. Vollmond, 15.1. Letztes Viertel, 21.1. Neumond, 28.1. Erstes Viertel

Februar

15.2. Venus trifft Neptun

Venus und Neptun nähern sich auf bis zu 0,25 Grad an – eine sehr enge Begegnung von zwei völlig unterschiedlichen Planeten. Denn während Venus wie ein Scheinwerfer glänzt, glimmt Neptun 50.000 Mal schwächer.

22.2. Mond trifft Venus und Jupiter

Diesen Abend präsentiert sich die Mondsichel mit zwei Planeten. Ein wunderschöner Anblick, den Sie nicht verpassen sollten.

27.2. Mond trifft Mars

Heute Abend sind Mars und Mond gemeinsam im Sternbild Stier zu finden.

Mondphasen:

5.2. Vollmond, 13.2. Letztes Viertel, 20.2. Neumond, 27.2. Erstes Viertel

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